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Drahtlose Kommunikation

Drahtlose Kommunikationssysteme finden bei zunehmender Produktvielfalt eine immer größere Verbreitung. Mobile Endgeräte wie Handys oder PDAs sind ständige Begleiter vieler Menschen. Die Funkanbindung von stationären wie mobilen Endgeräten an das Telefonnetz, das Internet oder das lokale Netz in einem Unternehmen oder einer Behörde bietet neue Freiheiten bei der Nutzung der Netze und deren Dienste. Drahtlose Netze können ein effizienter Ersatz für ein aufwändiges Verlegen von Kabeln sein; Ad-hoc-Vernetzung per Funk ermöglicht den spontanen und mobilen Datenaustausch. Kabellose Eingabegeräte erhöhen den Bedienkomfort der IT-Systeme. Mit heute verfügbarer drahtloser Technik sind viele Mobilitätsansprüche der Nutzer von IT-Technik realisierbar.

Öffentliche Mobilfunknetze

Zellulare Mobilfunknetze wie GSM, GPRS, UMTS oder HSDPA , aber auch satellitengestützte Funknetze werden in der Broschüre "Öffentliche Mobilfunknetze und ihre Sicherheitsaspekte" unter dem Aspekt der IT-Sicherheit behandelt. Darüberhinaus werden auch die wesentlichen Dienste in mobilen Netzen wie SMS, MMS oder Location Based Services betrachtet.

Eine Einschätzung zu zukünftigen Trends in Kommunikationsnetzen gibt die BSI-Studie: "Kommunikations- und Informationstechnik 2010+3: Neue Trends und Entwicklungen in Technologien, Anwendungen und Sicherheit" im Kapitel "Rechnernetze und -kommunikation (PDF) ".

Lokale Kommunikation

Die Broschüre "Drahtlose Kommunikationssysteme und ihre Sicherheitsaspekte" stellt in separaten autarken Kapiteln die wichtigsten drahtlosen Kommunikationssysteme dar, beschreibt mögliche Gefährdungen der Informationssicherheit bei Nutzung dieser Systeme und zeigt geeignete Schutzmaßnahmen auf.
Folgende drahtlose lokale Kommunikationssysteme werden in der Broschüre behandelt:

  • Wireless LANs nach den Standards der Serie IEEE 802.11 als Ergänzung der kabelbasierten lokalen Netze (Local Area Networks, LANs)
  • Bluetooth zur Übertragung von Sprache und Daten in der unmittelbaren persönlichen Umgebung
  • Sprach- und Datenkommunikationssysteme nach dem DECT-Standard (Digital Enhanced Cord-less Telecommunications)
  • ZigBee, basierend auf IEEE 802.15.4, für Sensor- und Steuernetzwerke
  • Infrarot-Module nach IrDA zur Kommunikation mit Peripheriegeräten
  • Drahtlose Tastaturen, Mäuse und andere Eingabegeräte
  • UWB (Ultra-wideband) zur Anbindung von Peripheriegeräten mit hohen Datenraten
  • Kommunikation im unmittelbaren Nahbereich (Near Field Communication, NFC) als Verwandter der RFID-Technik

Die Systeme HomeRF und HiperLAN/2 konnten sich am Markt nicht durchsetzen.

Technische Richtlinie Sicheres Wireless LAN (TR-S-WLAN)

Die lokale drahtlose Kommunikation wird derzeit vom Thema Wireless LAN dominiert. Daher wird dieses Thema und dessen Sicherheitsaspekte in größerem Umfang und Tiefe in den Dokumenten der Technischen Richtlinie Sicheres Wireless LAN (TR-S-WLAN) behandelt.
Die TR-S-WLAN liefert konkrete Handlungsempfehlungen für die Planung, Auswahl, Installation, Konfiguration, Abnahme, Administration und Außerbetriebnahme von sicheren Wireless LANs, in der Wirtschaft sowie im Behördenbereich. Es werden dazu WLAN unterschiedlicher Größe und unterschiedlicher Anwendung (z. B. Büro, Hotspots, LAN-Kopplung) betrachtet.

Drahtlose Kommunikationssysteme für größere Entfernungen

Marktrelevante drahtlose Kommunikationssysteme, die über den lokalen Bereich hinaus größere Entfernungen überbrücken können, werden in der Broschüre "Drahtlose Kommunikationssysteme und ihre Sicherheitsaspekte" behandelt. Dies sind speziell:

  • WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) zur Anbindung von Feststationen an WiMAX Basistationen sowie auch für mobile Endgeräte,
  • Richtfunk-Techniken zur drahtlosen Überbrückung größerer Entfernungen zwischen Gebäuden und Liegenschaften.

Trends

Aktuell ist ein starker Trend feststellbar, weg von der Nutzung stationärer PCs hin zur Nutzung mobiler Endgeräte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit Zugang zu den Daten- und Kommunikationsnetzen ermöglichen. Für die Zukunft erwarten IT-Experten, dass die Informations- und Kommunikationstechnik gleichermaßen allgegenwärtig und unsichtbar wird: Im Pervasive Computing werden Mikrocomputer in Alltagsgegenstände integriert und machen diese zu intelligenten Gegenständen, die für ihre Benutzer zahlreiche Dienste erbringen. Die Studie "Pervasive Computing: Entwicklungen und Auswirkungen" gibt einen Überblick zu den technologischen Trends und möglichen Anwendungsfelder des Pervasive Computing und skizziert diesbezüglich Anforderungen für die Sicherheit und den Datenschutz.

Eine Einschätzung zu zukünftigen Trends in kabelgebundenen wie drahtlosen Kommunikationnetzen liefert die BSI-Studie "Kommunikations- und Informationstechnik 2010+3: Neue Trends und Entwicklungen in Technologien, Anwendungen und Sicherheit" im Kapitel "Rechnernetze und –kommunikation".


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