Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

BSI TL-03305 (vormals BSI 7206)

Für staatliche Verschlusssachen (VS) zugelassene abstrahlgeprüfte Hardware

Einleitung

Hardware (IT-Geräte, Gerätezubehör, Leitungen, usw.), zur Verarbeitung und Übertragung von Verschlusssachen (VS) der Geheimhaltungsgrade VS-VERTRAULICH und höher, benötigen gemäß den Vorgaben der Verschlusssachen-Anweisung (VSA, §57) und ihrer Ausführungsbestimmungen, eine Abstrahlprüfung und der TEMPEST-Zulassung durch das BSI.

Diese Abstrahlprüfungen umfassen die Prüfung der Abstrahleigenschaften jedes VS-verarbeitenden Gerätes, sowie die Zoneneinteilung von Gebäuden, in denen diese Geräte betrieben werden.

Im allgemeinen Teil der BSI - Technische Leitlinie 03305 – Allgemeiner Teil (PDF, 285KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) wird in Kapitel 2 "Antragstellung auf Zulassung, Prüfgrundlagen und Verfahren" beschrieben, auf welche Art und Weise eine Antragstellung vorzunehmen ist.

Vom BSI anerkannte private Abstrahlprüflabore, die Abstrahlprüfungen durchführen dürfen, sind in Kapitel 3 aufgeführt. Diese Abstrahlprüflabore bieten diese Prüfungen teilweise auch als Dienstleistung an.

Mit der Zulassungsmessung wird eine Typprüfung von IT-Geräten durchgeführt und die grundsätzliche Eignung eines Gerätetyps für den jeweiligen Grad der Zulassung festgestellt. Die Zulassung wird auf der Basis eines Seriengerätes bzw. eines serienreifen Gerätes erteilt.

Zugelassene IT-Geräte werden in der Technischen Leitlinie des BSI TL-03305 aufgelistet.
Dabei wird unterschieden zwischen:

Die im Kapitel 3 der TL-03305 genannten, vom BSI anerkannten Abstrahlprüflabore, helfen ihnen gewünschte Geräte zu "härten" und anschließend einer TEMPEST–Zulassung zuzuführen.

Die Zulassung wird auf der Basis eines Seriengerätes bzw. eines serienreifen Gerätes erteilt.
Diese erfolgt, wenn die Hardware nur begrenzt abstrahlt und die damit verbundenen Risiken durch den Einsatz in einer geeigneten Zone hinreichend klein gehalten werden.
Mit der Zulassungsmessung wird eine Typprüfung von IT-Geräten durchgeführt und die grundsätzliche Eignung eines Gerätetyps für den jeweiligen Grad der Zulassung festgestellt.

Auch wenn die Zulassungsprüfung (Typprüfung) erfolgreich abgeschlossen wurde, ist der Einsatz der Seriengeräte erst nach erfolgreicher Durchführung der Einzelprüfung zulässig. Diese Einzelprüfungen sind Kurzmessverfahren (KMV).
Die Kurzmessverfahren sind auch während der Einsatzzeit als Wiederholungsprüfung durchzuführen.

Mit dem Kurzmessverfahren wird das TEMPEST-Profil an Prüflingen nach Produktion und im Einsatz erfasst und sichergestellt, dass der jeweilige Prüfling den Anforderungen entspricht.

Der Einsatz von Seriengerät mit nationaler Zonenzulassung für die VS-Bearbeitung entlässt den Anwender nicht aus der Pflicht, die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen, z.B. Einzelprüfungen (Erst- und Wiederholungsprüfungen) für das Gerät anzuwenden.

Es sind nur die Endgeräte untersucht. Ein System bestehend aus der Zusammenschaltung dieser Geräte, ist nicht automatisch abstrahlgeprüft. Bei der Zusammenschaltung dieser Geräte sind die Installationsvorgaben zu beachten.

Zugelassenes und überprüftes Gerät ist an der Abstrahlprüfplakette des BSI erkennbar.

Download der TL-03305

BSI - Technische Leitlinie 03305 – Allgemeiner Teil (PDF, 285KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)

Abstrahlgeprüfte Hardware nach dem Nationalen Zonenmodell

Die Listen der abstrahlgeprüften Hardware nach dem Nationalen Zonenmodell finden Sie aufgelistet nach Gerätekategorien hier.