Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Materieller Geheimschutz

Der materielle Geheimschutz umfasst die materielle Sicherungstechnik und die VS-IT-Sicherheit.

Für den staatlichen Geheimschutz im Bereich der Bundesbehörden ist das Bundesministerium des Innern (BMI) zuständig.

Im Bereich des materiellen Geheimschutzes nimmt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) folgende Aufgaben wahr:

Beratung

Das Referat "VS-Grundlagen und -Beratung, materielle Sicherungstechnik" berät Sie bei Fragen rund um den materiellen Geheimschutz. Der materielle Geheimschutz umfasst organisatorische und technische Maßnahmen zur Sicherstellung des Schutzes von Verschlusssachen, einschließlich Fragen baulicher Maßnahmen wie die Absicherung von Gebäuden und Räumen.

In diesem Kontext dient auch die materielle Sicherungstechnik als Dienstleistung für alle Bundesbehörden mit dem Schwerpunkt des Schutzes von Verschlusssachen vor unbefugter Kenntnisnahme. Anforderungen und Prüfmethoden an Sicherungseinrichtungen sowie Sicherungsverfahren werden erarbeitet und bewertet. Die Anforderungen an Sicherungseinrichtungen werden in Form von Technischen Leitlinien veröffentlicht.

Weitere Informationen und technische Leitlinien finden Sie im "Internen Bereich".

Bei Fragen zur vorschriftenkonformen Verarbeitung von VS mittels Informationstechnik stehen wir Ihnen zur Verfügung, sowie bei der Planung und Umsetzung des IT-Geheimschutzkonzeptes als auch im Vorfeld von Beschaffungen.

Zuständig für den Geheimschutz in der Wirtschaft ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Die Grundlagen für das Geheimschutzverfahren in der Wirtschaft sind im Geheimschutzhandbuch für die Wirtschaft (Hrsg. BMWi) festgelegt. Für den Bereich des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) ist das Amt für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) zuständig. Ansprechpartner für Länder und Kommunen sind die jeweiligen Verfassungsschutzbehörden der Länder.

Technische Prüfung / Entwicklung technischer Vorkehrungen

Das BSI ist zudem im Bereich der Abstrahlsicherheit und der Lauschabwehr aktiv.

In der Abstrahlsicherheit gilt es elektronisch verarbeitete Informationen vor Ausspähung mittels elektromagnetischer Störstrahlung, sogenannter "bloßstellender Abstrahlung" zu schützen. Das BSI prüft IT-Geräte hinsichtlich der Abstrahlsicherheit (BSI TL-03305 "Liste der für staatliche Verschlusssachen zugelassene abstrahlsichere/-arme Hardware") und entwickelt Konzepte für deren sicheren Einsatz. Zonenvermessungen von Liegenschaften werden vor Ort durchgeführt, Geräte müssen im Labor untersucht werden.

Bei der Lauschabwehr wird durch geeignete bauliche Maßnahmen in dafür ausgewählten Räumen das illegale Abhören von Gesprächen verhindert. Zudem werden Prüfverfahren entwickelt, die das Auffinden von illegal eingebrachten Abhörgeräten ermöglichen. Die Lauschabwehr des BSI überprüft bei gefährdeten Behörden die Hard- und Software digitaler Kommunikationsanlagen hinsichtlich illegaler Abhörmaßnahmen.

Kontakt

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Referat B 13 VS-Grundlagen und -Beratung, materielle Sicherungstechnik
Postfach 200363
53133 Bonn

Telefon: 0228 99 9582-5321
FAX: 0228 99 10 9582-5321
E-Mail: Geheimschutzberatung@bsi.bund.de

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