Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Kapitel 1: Einführung

1.1 Vorbehalte gegen Notfallmanagement

Einwände gegen mehr Notfallvorsorge Einwände gegen mehr Notfallmanagement

Es gibt viele Beispiele dafür, dass unvorhergesehene Ereignisse zu hohen Schäden bei betroffenen Unternehmen und Behörden geführt haben. Trotzdem trifft der Wunsch nach mehr Notfallvorsorge sehr oft auf vielfältige Vorbehalte:

  • die Leugnung möglicher Risiken,
  • die Befürchtung, dass die zur Notfallvorsorge erforderlichen Aktivitäten und umzusetzenden Maßnahmen die Abläufe in der Organisation nur umständlicher werden lassen,
  • eine gewisse Sorglosigkeit ("Es ist noch immer gut gegangen"),
  • die ausschließliche Behandlung des Themas unter Kostengesichtspunkten,
  • die Abneigung, sich ohne direkten äußeren Zwang mit dieser Aufgabe zu befassen.

Aber auch dann, wenn mehr Aufgeschlossenheit für das Thema besteht, führt dies nicht unbedingt dazu, dass auch tatsächlich mehr für die Notfallvorsorge getan wird. So können zwar Absichtserklärungen geäußert werden, die aber im betrieblichen Alltag schnell in den Hintergrund geraten. Oder aber eine Institution belässt es bei isolierten technischen Maßnahmen ("bessere Datensicherung"), ohne zu prüfen, ob diese auch in Notfallsituationen und Krisen hinreichend wirksam sind.

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