Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

M 6.105 Notfallvorsorge bei Druckern, Kopierern und Multifunktionsgeräten

Verantwortlich für Initiierung: IT-Sicherheitsbeauftragter, Leiter IT

Verantwortlich für Umsetzung: Administrator

Ein längerer Ausfall der vorhandenen Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte ist meist nicht tolerierbar. Besonders der Ausfall zentraler Komponenten, die für die gesamte Drucker-Infrastruktur erforderlich sind, kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Geschäftsprozesse führen. Je nach Verfügbarkeitsanforderungen sind daher geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausfallszeit beziehungsweise die Auswirkungen von Ausfällen zu verringern.

Es ist darauf zu achten, dass immer genügend Verbrauchsmaterial verfügbar ist, z. B. Toner und Papier. Ab einer bestimmten Restmenge, die vom Verbrauch abhängig ist, muss neues Verbrauchsmaterial beschafft und bereitgestellt werden. Weitere Hinweise finden sich in der Maßnahme M 2.52 Versorgung und Kontrolle der Verbrauchsgüter .

An jedem Kopierer, Drucker und auch an anderen Komponenten des Drucksystems müssen diverse Konfigurationseinstellungen vorgenommen werden. Um diese Einstellungen nach einem Ausfall oder Austausch schnell wieder korrekt einrichten zu können, müssen die Konfigurationen systematisch dokumentiert werden (siehe auch M 2.25 Dokumentation der Systemkonfiguration ).

Je weniger Drucker bzw. Kopierer zur Verfügung stehen, desto gravierender ist ein Ausfall eines einzelnen Geräts. Der Ausfall eines Druckservers ist besonders problematisch, da hiervon in der Regel nur ein oder wenige Geräte vorhanden sind.

Um auf Notfälle reagieren zu können, sollte zwischen zentralen Komponenten einerseits und Druckern und Kopierern andererseits unterschieden werden. Bei einem höheren Schutzbedarf bezüglich der Verfügbarkeit sollte überlegt werden, zentrale Komponenten, wie Druckserver, redundant auszulegen. Wenn der einzige zentrale Server ausfällt, könnte sonst unter Umständen im gesamten LAN nicht mehr gedruckt werden.

Dezentrale Komponenten, wie Drucker, sind häufig auf mehreren Etagen oder in verschiedenen Büros eines Gebäudes zu finden. Generell sollte die Druckerlandschaft so gestaltet werden, dass die Benutzer bei dem Ausfall eines Druckers problemlos einen anderen Drucker verwenden können.

  • Es sollte überlegt werden, für lokale Drucker, die einen höheren Schutzbedarf bezüglich der Verfügbarkeit haben und direkt an einen Arbeitsplatz angeschlossen werden, Ersatzgeräte bereitzustellen ("Cold Standby"). Bei einem Ausfall könnte der defekte Drucker zeitnah durch das Ersatzgerät ausgetauscht werden.
  • Für große Kopierer und Drucker, die von mehreren Personen benutzt werden, sollten Wartungsverträge mit einer dem Schutzbedarf angemessenen Reaktionszeit abgeschlossen werden.
  • Es sollte eine Liste von Fachhändlern geführt werden, bei denen unproblematisch neue Geräte beschafft werden können.
  • Bei Bedarf können Ersatzteile gelagert werden, die häufig benötigt werden. Dies ist allerdings nur sinnvoll, wenn entsprechendes Fachwissen vorhanden ist, um die Ersatzteile selbstständig austauschen zu können.

Prüffragen:

  • Wurden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die Ausfallzeiten von Druckern, Kopierern und Multifunktionsgeräten zu verringern?

  • Ist immer genug Verbrauchsmaterial für Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte vorhanden?

Stand: 13. EL Stand 2013