Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

M 5.144 Rückbau der IT-Verkabelung

Verantwortlich für Initiierung: Leiter IT

Verantwortlich für Umsetzung: Leiter Haustechnik

Wenn IT-Verkabelung endgültig nicht mehr benötigt wird, so ist sie fachgerecht zu entfernen. Während die Tertiärverkabelung oft so lange wie das Gebäude selbst genutzt wird, kommt es im Bereich der Sekundärverkabelung und bei der internen Verkabelung von Serverräumen und Technikräumen häufiger vor, dass die vorhandenen Kabel durch leistungsfähigere ersetzt werden.

Leider werden die alten Kabel bei einer Neuverkabelung in der Praxis oft nicht entfernt, sondern die neuen Kabel werden auf die alten Kabel verlegt. Dies betrifft die Verlegetrassen und besonders auch Doppelböden. Ein solches Vorgehen verschlechtert die Übersichtlichkeit und erhöht die vorhandenen Brandlasten. Zudem kann die Verschlechterung der Luftdurchströmung klimatechnische Probleme nach sich ziehen. Daher empfiehlt es sich, die Trassenbelegung vorausschauend hinsichtlich eines späteren Rückbaus zu planen und die Nachverkabelungen zu kontrollieren. Eine sich daraus ergebende Erweiterung der Trassen ist rechtzeitig zu berücksichtigen. Es ist deshalb eine Übersicht über nicht mehr benötigte Kabel aufzustellen und anhand dieser Dokumentation der Abbau/Ausbau der Kabel zu belegen. Anschliessend muss die Dokumentation, in der der Bestand der IT-Verkabelung aufgeführt ist, aktualisiert werden.

Prüffragen:

  • Werden endgültig nicht mehr benötigte Kabel zur Reduzierung der Brandlasten, zur Verbesserung der Übersicht und gegebenenfalls zur Gewährleistung der Kälteversorgung entfernt?

  • Existiert eine Übersicht über nicht mehr benötigte Leitungen?

Stand: 13. EL Stand 2013