Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

M 4.216 Festlegung der Systemgrenzen von z/OS

Verantwortlich für Initiierung: Leiter IT

Verantwortlich für Umsetzung: Administrator

Für den Betrieb eines z/OS-Systems ist es wichtig, die Systemgrenzen für die maximale Belastung der Ressourcen festzulegen. Folgende Hinweise sind zu beachten:

Kommunikation der Systemgrenzen

Die Systemgrenzen, deren Planung in Maßnahme M 2.286 Planung und Einsatz von zSeries-Systemen beschrieben wird, müssen den betroffenen Administratoren und Anwendungseignern bekannt sein. Zu den Systemgrenzen zählen Angaben wie die maximale Größe einer Datei, der maximal zur Verfügung stehende Hauptspeicher, die maximale Größe von Dateien für FTP -Übertragungen (File Transfer Program), die Anzahl von LPARs (Logical Partitions auf einem zSeries-Mainframe), die Anzahl von Systemen in einem Parallel-Sysplex-Cluster und ähnliche Festlegungen. Systemgrenzen müssen bekannt sein und berücksichtigt werden, um Fehler beim Ablauf von Anwendungen zu vermeiden.

Magnetband-Stationen

Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Magnetband-Stationen sollte mit den Anforderungen der betroffenen Anwendungseigner abgestimmt sein. Damit nicht zu viele gleichzeitige Belegungen von Magnetband-Stationen erfolgen, müssen die Zeiten, an denen Anwendungen auf Magnetband-Stationen zugreifen, unter den betroffenen Anwendungsentwicklern und -verantwortlichen abgestimmt sein.

Festplatten

Die benötigte Kapazität an Festplatten muss von den Anwendungseignern geplant und festgelegt sein. Das Space-Management muss darauf achten, dass der Speicherplatz auf den Festplatten ausreicht. Ist dies nicht der Fall, so ist der jeweilige Anwendungseigner zu informieren (zu Space Management siehe M 2.295 Systemverwaltung von z/OS-Systemen ).

Initiators

Die Initiators, die im JES2 (Job Entry Subsystem) aktiviert sind, steuern die parallele Verarbeitung von Batch-Jobs. Ihre Anzahl muss an die Hardware-Voraussetzungen angepasst sein. Die Zahl und die damit verbundenen Restriktionen müssen den Anwendungseignern bekannt sein.

TSO-Anwender und Adressräume

Die maximale Anzahl der TSO-Anwender und die maximale Anzahl der zu startenden Adressräume müssen an die Hardware-Voraussetzungen angepasst sein.

Einsparungspotential

Es ist zu überlegen, ob System-Ressourcen eingespart werden können, wenn nach einer Zeit der Inaktivität eines Anwenders (z. B. 30 Minuten) dieser Anwender automatisch durch das System abgemeldet wird. Dabei ist zu prüfen, ob dies zu Problemen mit den betriebenen Applikationen führt. Die Anwender sind über eine entsprechende Regelung zu informieren.

Prüffragen:

  • Sind die Systemgrenzen von z/OS für die maximale Belastung der Ressourcen festgelegt?

  • Sind den Administratoren und Anwendungseignern die Systemgrenzen des z/OS -Systems bekannt?

  • Ist die Anzahl der im z/OS -System zur Verfügung stehenden Magnetband-Stationen mit den Anforderungen der betroffenen Anwendungseignern abgestimmt?

  • Ist die benötigte Kapazität an Festplatten mit den Anwendungseignern des z/OS -Systems geplant und festgelegt?

Stand: 13. EL Stand 2013