Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

M 4.31 Sicherstellung der Energieversorgung im mobilen Einsatz

Verantwortlich für Initiierung: Benutzer

Verantwortlich für Umsetzung: Benutzer

Um die Energieversorgung eines IT-Systems auch im mobilen Einsatz aufrechterhalten zu können, werden üblicherweise Akkus oder Batterien eingesetzt. Diese können das Gerät je nach Kapazität und Bauweise des mobilen Endgeräts für einen beschränkten Zeitraum, üblicherweise einige Stunden, mit Energie versorgen. Es ist schwierig, diesen Zeitraum genauer abzuschätzen, da er stark vom Alter des Akkumulators und von der Intensität der Nutzung des Endgerätes abhängt. So entlädt der Akku bei mobilen Videokonferenzen deutlich schneller als bei normalen Telefonaten. Damit (insbesondere bei älteren Geräten) nach Abfall der Betriebsspannung keine Daten in flüchtigen Speichern verloren gehen, sollten einige Randbedingungen eingehalten werden:

  • Die Warnanzeigen des mobilen Endgerätes (falls vorhanden), die den Spannungsabfall anzeigen, dürfen nicht ignoriert werden. Sie sollten so konfiguriert sein, dass nach der ersten Warnung noch genügend Zeit vorhanden ist, um z. B. wichtige Daten abzuspeichern oder offene Programme zu schließen.
  • Falls ein längerfristiger mobiler Einsatz absehbar ist, sind die Akkus vorher vollständig aufzuladen und ggf. Ersatz mitzuführen. Zusätzlich gibt es für viele mobile Endgeräte sogenannte Akku-Packs, die über eine externe Schnittstelle angeschlossen werden können.
  • Gerade bei älteren Akkus sind die Gebrauchszeiten verkürzt und die Entladung gegen Ende der Kapazität kann sehr schnell erfolgen. Es müssen daher regelmäßige geöffnete Dateien abgespeichert werden, um Datenverluste zu vermeiden. Da sich solche Akkus auch im Stand-by-Modus schnell entladen können, sollte der Ladezustand regelmäßig kontrolliert werden. Für den Notfall sollten Sicherungen der Konfigurationsdaten des Laptops oder PDAs mitgeführt werden. Es wird empfohlen, den Akku auszutauschen, sobald solche Alterungserscheinungen auftreten.
  • Beim Laden sollten die Hinweise im Handbuch des mobilen IT-Systems beachtet werden, damit die Lebensdauer des Akkus nicht beeinträchtigt wird.
  • Vor einer Reise bzw. bei der Übergabe eines mobilen IT-Systems ist der ausreichende Ladezustand der Akkus oder Batterien sicherzustellen. Der Ladezustand sollte regelmäßig überprüft werden, da sich ein Akku auch entlädt, wenn er nicht verwendet wird.
  • Das Ladegerät sollte immer mitgeführt werden. Nur im Ausnahmefall, beispielsweise bei voraussehbar kurzem mobilen Einsatz, ist es entbehrlich.
  • Vor einer Reise bzw. bei der Übergabe eines mobilen IT-Systems ist der ausreichende Ladezustand der Akkus oder Batterien sicherzustellen. Der Ladezustand der Akkus sollte regelmäßig überprüft werden, da sich ein Akku im Laufe der Zeit entlädt, auch wenn er nicht verwendet wird.
  • Das Ladenetzteil sollte optional mitgeführt werden.

Es empfiehlt sich darüber hinaus, während der Nutzung des mobilen IT-Systems in kurzen Abständen die verarbeiteten Daten auf einem nichtflüchtigen Medium zu speichern. Dazu können auch automatische Datensicherungen in Standardprogrammen benutzt werden.

Wenn eine längere Nutzung des mobilen IT-Systems absehbar ist, z. B. bei Dienstreisen, sollte ein geladener Ersatzakku mitgeführt werden. Der Ersatzakku sollte in einer Schutzhülle verwahrt werden, da Schäden durch Überhitzung oder Brand entstehen können, wenn die Kontakte des Akkus mit leitenden Materialien in Berührung kommen. Dies kann durch viele Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Schlüssel oder Ketten verursacht werden.

Jede Art IT-System sollte ausgeschaltet werden, bevor der Akku gewechselt wird, damit der Speicher nicht beschädigt wird.

Prüffragen:

  • Sind die Benutzer darüber informiert, wie sie die Energieversorgung im mobilen Einsatz optimal sicherstellen können?

  • Werden Ersatzakkus in entsprechenden Hüllen gelagert und transportiert?

Stand: 14. EL Stand 2014