Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

M 1.75 Branderkennung in Gebäuden

Verantwortlich für Initiierung: Behörden-/Unternehmensleitung

Verantwortlich für Umsetzung: Planer

Maßnahmen zum baulichen und technischen Brandschutz, Branderkennung und rechtzeitige Alarmierung im Brandfall sind elementare Maßnahmen, um Gesundheit und Leben aller Menschen, die sich in einem Gebäude aufhalten, zu schützen.

Welche Maßnahmen des baulichen und technischen Brandschutzes für ein Gebäude gefordert sind, geben in Deutschland die jeweils gültigen Bauordnungen vor. Um die verschiedenen Landesbauordnungen zu vereinheitlichen, wurde die Musterbauordnung (MBO) als Orientierungsrahmen erstellt. Zudem ist ein nach Größe und Nutzung des Gebäudes angemessenes Brandschutzkonzept aufzustellen.

Es gilt immer, dass es in Gebäuden, je nach Art der Nutzung und der Bauweise, aus verschiedenen Gründen zu Bränden kommen kann. Um Personen zu schützen und um einen Brand rechtzeitig eindämmen zu können, muss seine Entstehung schnellstmöglich detektiert und der Brand bekämpft werden.

Für eine frühzeitige Erkennung von Bränden sollten Rauchmelder eingesetzt werden. Üblich sind punktförmige Melder gemäß DIN - EN 54-7 "Brandmeldeanlagen, Teil 7: Rauchmelder - Punktförmige Melder nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ionisationsprinzip". Es empfiehlt sich, alle Arten von Gebäuden mit einer ausreichenden Anzahl von Rauchmeldern auszustatten.

Lokale Melder können über eine Brandmeldezentrale (BMZ) gesteuert und ausgewertet werden. Melder aller Art und Brandmeldezentrale bilden gemeinsam die Brandmeldeanlage (BMA).

Empfehlenswert ist eine Mindestausstattung bestehend aus

  • Rauchmeldern an der Decke aller Flure sowie
  • Rauchmeldern an der Decke aller Technikräume und Räumen der Elektroversorgung (Verteilungen, USV ).
  • Bei größeren Gebäuden ist es empfehlenswert, eine BMZ einzusetzen, auf die alle Melder aufgeschaltet sind.
  • Falls eine Raumlufttechnische Anlage vorhanden ist, müssen auch deren Lüftungskanäle überwacht werden. Die RLT-Anlage muss zentral durch die BMZ abgeschaltet werden können, um zu verhindern, dass Brandrauch im Gebäude verteilt wird.

Es ist auf den korrekten Einbau der Rauchmelder entsprechend der Herstellervorgaben zu achten. Planung, Errichtung und Betrieb einer BMA sind nach Vorgaben der DIN 14675 "Brandmeldeanlagen - Aufbau und Betrieb" zu konzipieren und zwischen Auftraggeber, Bauaufsicht, Feuerwehr und gegebenenfalls Versicherer abzustimmen.

Falls eine Brandmeldezentrale vorhanden ist, sollten alle deren Meldungen inklusive der Störmeldungen auf einer ständig besetzten Stelle, z. B. der Pförtnerloge, auflaufen.

Die Funktionsfähigkeit aller Rauchmelder bzw. aller Komponenten einer Brandmeldeanlage muss regelmäßig überprüft werden. Es sollten sporadisch einige der Melderlinien manuell auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden.

Bei Rauchdetektion muss eine Alarmierung im Gebäude ausgelöst werden, bei der sichergestellt ist, dass alle im Gebäude anwesenden Personen diese wahrnehmen können.

Um ein gefahrloses Verlassen des Gebäudes sicherzustellen, muss immer gewährleistet sein, dass die vorgesehenen Flucht- und Rettungswege benutzbar sind. Sie dürfen nicht durch Möbel oder gar elektrische Geräte wie Kopierer oder Drucker, die eine erhebliche Brandlast darstellen, in ihrer vorgeschriebenen Breite eingeschränkt werden. Die minimale Breite von Fluchtwegen ist in Deutschland in der Technischen Richtlinie für Arbeitsstätten ASR A2.3 "Fluchtwege und Notausgänge, Flucht und Rettungsplan" vorgeschrieben. Es muss regelmäßig kontrolliert werden, dass die Fluchtwege benutzbar und frei von Hindernissen sind.

Prüffragen:

  • Gibt es ausreichend Rauchmelder im Gebäude?

  • Wird regelmäßig kontrolliert, dass die Fluchtwege ohne Hindernisse sind?

Stand: 13. EL Stand 2013

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