Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 5.5 Vandalismus

Durch Vandalismus wird fremdes Eigentum zerstört oder beschädigt. Die Auswirkungen sind mit denen eines Anschlags sehr verwandt, nur dass Vandalismus nicht wie dieser gezielt geplant und umgesetzt wird, sondern meist Ausdruck spontaner, blinder Zerstörungswut ist.

Sowohl Außentäter ( z. B. enttäuschte Einbrecher, außer Kontrolle geratene Demonstranten) als auch Innentäter ( z. B. frustrierte oder psychisch labile Mitarbeiter) kommen als Verursacher in Betracht. Die tatsächliche Gefährdung durch Vandalismus ist schwerer abschätzbar als die eines Anschlages, da ihm in der Regel keine zielgerichtete Motivation zugrunde liegt. Mögliche Auslöser für Vandalismus können unter anderem Meinungsverschiedenheiten, persönliche Probleme, Mobbing oder ein schlechtes Betriebsklima sein.

Beispiele:

  • Weil ein Kunde bei einem Unternehmen zu lange warten musste, ärgerte er sich so, dass er die Netzkabel beschädigte, die durch einen Kabelkanal im Wartebereich liefen. Dadurch kam es längere Zeit zu Verbindungsstörungen im LAN , da die Fehlerquelle nicht direkt ermittelt werden konnte.
  • Vandalismus kann sich auch virtuell ausdrücken. Die missverständliche Produktwerbung eines Unternehmen löste größeren Unmut in bestimmten Bevölkerungsgruppen aus. In der Folge wurden Marketingauftritte dieses Unternehmens im Internet durch Angreifer verunstaltet.

Stand: 11. EL Stand 2009

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