Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 4.46 Fehlerhafte Synchronisierung von Indexdaten bei der Archivierung

Bei der Archivierung werden sehr große Datenvolumen gespeichert. Auf alle archivierten Daten muss zu einem späteren Zeitpunkt in annehmbarer Zeit jederzeit kontrolliert und eindeutig zugegriffen werden können. Diese Funktionalität wird durch das Archivsystem gewährleistet, das hierzu einen Index der gespeicherten Dateien erzeugt.

Archivsysteme realisieren jedoch meist nur einfache Dateizugriffe. Um mehr Komfort beim Zugriff zu erreichen, wird daher sehr oft ein übergeordnetes Dokumentenmanagementsystem (DMS) eingesetzt, über das der Zugriff auf das Archiv gesteuert und weitergehende Funktionalitäten, z. B. komplexe Suchanfragen, realisiert werden.

Das DMS erzeugt bei der Archivierung die Referenzierung der Daten, kontrolliert deren Version und legt gegebenenfalls einen Volltextindex an, so dass alle auf dem Speichermedium archivierten Daten zu einem späteren Zeitpunkt eindeutig identifiziert werden können.

Letztlich gibt es daher zwei Indexdatenbanken (im Archivsystem und im DMS), die beide synchronisiert werden müssen. Kommt es einseitig zu Veränderungen in den im DMS gespeicherten Indexdaten oder zu Fehlern auf dem Speichermedium, ohne dass die Veränderungen im anderen Teil berücksichtigt werden, können archivierte Daten nicht mehr den Referenzen im DMS zugeordnet werden.

Stand: Stand 2005

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