Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 4.28 Verlust von Daten einer Datenbank

Ein Verlust von Daten einer Datenbank kann auf vielfältige Art und Weise verursacht werden. Dies kann sich von ungewollten Datenmanipulationen ( z. B. durch das versehentliche Löschen von Daten) über einen Verlust durch einen Zusammenbruch der Datenbank, z. B. als Ergebnis der Erschöpfung eines Speichermediums, bis hin zu gezielten Angriffen erstrecken.

Jedes Speichermedium kann nur begrenzt viele Daten aufnehmen. Dies gilt auch für eine Datenbank, die für die dauerhafte Speicherung ihrer Daten auf ein physikalisches Speichermedium zurückgreifen muss. Ist dieses erschöpft, kann es zu einem Zusammenbruch der Datenbank und einem Verlust von Daten kommen.

Die Kapazität des Speichermediums kann aus verschiedenen Gründen erschöpft sein. Beispiele hierfür sind Fehler in Anwendungsprogrammen, erhöhter Speicherbedarf der Benutzer oder auch gezielte Angriffe, bei denen vorsätzlich der vorhandene Speicherplatz reduziert wird, um z. B. eine Protokollierung zu verhindern.

Unabhängig von der Ursache ist als Folge die Verfügbarkeit und die Vollständigkeit der Daten nicht mehr gewährleistet, und es kann zu folgenden Konsequenzen kommen:

  • Bestimmte Anwendungen, die auf die Daten der Datenbank angewiesen sind, können gegebenenfalls nicht oder nicht mehr in vollem Umfang ausgeführt werden.
  • Der Informationsgehalt der Daten in ihrer Gesamtheit geht verloren.
  • Es entsteht ein hoher Aufwand, um zerstörte Daten wiederzubeschaffen.

Je nach Ursache des Datenverlustes kann es schwer bis unmöglich sein festzustellen, welche Daten nicht mehr vorhanden sind. Dies kann weitere wirtschaftliche Schäden oder Sicherheitsrisiken nach sich ziehen.

Beispiel:

Bei Änderungen des Datenmodells müssen im Rahmen eines Migrationskonzeptes unter anderem zunächst die alten Tabellen und Strukturen gesichert werden und können erst danach gelöscht werden. Anschließend werden die neuen Tabellen angelegt. Danach müssen die alten Datenbestände konvertiert und in die geänderten Tabellen eingespielt werden. Durch Fehler bei diesen Abläufen kann es schnell passieren, dass Daten verloren gehen oder sich nicht mehr einspielen lassen.

Stand: Stand 2006