Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 4.13 Verlust gespeicherter Daten

Der Verlust gespeicherter Daten kann erhebliche Auswirkungen auf den IT-Einsatz haben. Sind die Anwendungsdaten oder die Kundenstammdaten verloren oder verfälscht, so können privatwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz bedroht sein. Der Verlust oder die Verfälschung wichtiger Dateien kann in Behörden Verwaltungs- und Fachaufgaben verzögern oder sogar ausschließen.

Der Verlust gespeicherter Daten kann erhebliche Auswirkungen auf Geschäftsprozesse und damit auf die gesamte Institution haben. Wenn geschäftsrelevante Informationen, egal welcher Art, zerstört oder verfälscht werden, können dadurch Geschäftsprozesse und Fachaufgaben verzögert oder sogar deren Ausführung verhindert werden. Insgesamt kann der Verlust gespeicherter Daten, neben dem Produktionsausfall und den Kosten für die Wiederbeschaffung der Daten, vor allem zu langfristigen Konsequenzen, wie Vertrauenseinbußen bei Kunden und Partnern sowie einem negativen Eindruck in der Öffentlichkeit, führen. Von den durch Datenverluste verursachten direkten und indirekten Schäden können Institutionen sogar in ihrer Existenz bedroht sein.

Dabei können die Gründe für den Verlust gespeicherter Daten vielfältiger Art sein:

  • Entmagnetisierung von magnetischen Datenträgern durch Alterung oder durch ungeeignete Umfeldbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte),
  • Störung magnetischer Datenträger durch äußere Magnetfelder,
  • Zerstörung von Datenträgern durch höhere Gewalt wie Feuer oder Wasser,
  • versehentliches Löschen oder Überschreiben von Dateien,
  • vorsätzliches oder versehentliches Setzen von Löschmarkierungen in Archivsystemen (siehe auch G 5.106 Unberechtigtes Überschreiben oder Löschen von Archivmedien ),
  • technisches Versagen von Peripheriespeichern (Headcrash),
  • fehlerhafte Datenträger,
  • unkontrollierte Veränderungen gespeicherter Daten (Integritätsverlust) und
  • Datenzerstörung durch Schadprogramme.

Stand: 11. EL Stand 2009