Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 4.4 Leitungsbeeinträchtigung durch Umfeldfaktoren

Die Übertragungseigenschaften von Kabeln mit elektrischer Signalübertragung können durch elektrische und magnetische Felder negativ beeinflusst werden. Ob dies zu einer tatsächlichen Störung der Signalübertragung führt, hängt im wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

  • Frequenzbereich, Stärke und Dauer der Einwirkung,
  • Abschirmung des Kabels und
  • Schutzmaßnahmen bei der Datenübertragung (Redundanz, Fehlerkorrektur).

Viele Beeinträchtigungen lassen sich im Vorfeld erkennen:

  • Entlang von Starkstromtrassen und im Bereich großer Motoren entstehen starke induktive Felder (Eisenbahn, Produktionsbetrieb, Aufzug).
  • Im Bereich von Sendeeinrichtungen existieren starke elektromagnetische Felder (Rundfunk, Polizei- bzw. Feuerwehrfunk, Betriebsfunk, Personensuchanlagen, Funknetze).
  • Mobiltelefone überschreiten durch ihre Sendeleistung in bestimmten Fällen die Störempfindlichkeit von IT-Systemen.
  • Kabel beeinflussen sich gegenseitig durch wechselseitige Induktion.

Unabhängig von den rein elektrischen oder magnetischen Einflüssen können weitere Umfeldfaktoren auf ein Kabel wirken:

  • hohe Temperaturen (beispielsweise in industriellen Fertigungsbereichen),
  • aggressive Gase und
  • hohe mechanische Belastungen (z. B. bei provisorischer Verlegung auf dem Fußboden oder bei Leitungen zu beweglichen Geräten).

Stand: 9. EL Stand 2007

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