Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 3.75 Mangelhafte Kontrolle der Batch-Jobs bei z/OS

z/OS-Betriebssysteme werden noch immer in hohem Maße für die Durchführung von Batch-Jobs eingesetzt. Ein Batch-Job besteht aus einem oder mehreren Einzelschritten (Job-Steps).

Die Eingabe zu einem Batch-Job sind entweder eine/mehrere Datei(en) oder entsprechende Steuerkarten, die über das Job Entry Subsystem (JES2/3) zugeführt werden. Die Ausgabeverwaltung erfolgt ebenfalls durch das Job Entry Subsystem.

Die Steuerung der Batch-Jobs besteht im wesentlichen aus Start, Überwachung des Ablaufs und der Prüfung des Ergebnisses (meist in Form eines Returncodes). Je nach Returncode müssen darauf häufig Folge-Batch-Jobs gestartet werden. Je höher die Anzahl der Jobs und die Komplexität der Abläufe ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers.

Manuelle Steuerung

Bei der manuellen Ausführung von Batch-Jobs besteht immer die Gefahr, dass durch menschliche Fehlhandlungen Probleme in den Batch-Abläufen entstehen. Betroffen sind neben dem zeitlichen Ablauf auch die Abhängigkeiten der Batch-Jobs voneinander. Bei zunehmender Zahl der zu steuernden Batch-Jobs erhöht sich deshalb die Komplexität der gesamten Batch-Kette immer drastischer und führt zu einer immer größeren Anzahl von Fehlern. Einer manuellen Steuerung sind deshalb natürliche Grenzen gesetzt.

Zeitliche Verzögerungen können sich z. B. so auswirken, dass ein nach den Batch-Jobs laufendes Online-Verfahren nicht termingerecht gestartet werden kann oder dass Dateisicherungen mit dem Online-Verfahren kollidieren.

Maschinelle Steuerung (Job-Scheduler)

Ist ein maschinelles Verfahren (Job Scheduler) eingesetzt, stellt dieses zwar den Ablauf sicher. Es können jedoch Fehler auftreten, wenn die Anweisungen an diesen Job Scheduler nicht sachgerecht getestet wurden und sich Fehler bei den Anweisungen eingeschlichen haben. Auch durch falsch definierte Automation im Ablauf der Stapelverarbeitung kann es zu fehlerhaften Reaktionen des Job Schedulers kommen.

Beispiel:

  • Der Abbruch eines Batch-Jobs wurde während der Stapelverarbeitung nicht registriert. Erst die Online-Verarbeitung am nächsten Tag zeigte die Fehler in den Datenbeständen. Zur Korrektur musste die Online-Verarbeitung gestoppt, Datenbestände zurückgeladen und danach die Stapelverarbeitung wiederholt werden. In dieser Zeit stand die Online-Verarbeitung nicht zur Verfügung.

Stand: Stand 2005

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