Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 3.54 Verwendung ungeeigneter Datenträger bei der Archivierung

Für die Speicherung von Daten werden Datenträger eingesetzt, die jeweils einen definierten Einsatzbereich und Einsatzzeitraum aufweisen. Hierbei kann es vorkommen, dass für die Speicherung dauerhaft oder temporär Datenträger verwendet werden, die den Anforderungen nicht gerecht werden.

Typische Ursachen hierfür sind beispielsweise

  • Fehler bei der Beschaffung oder Bestellung der Datenträger,
  • unzureichende Vorratshaltung, so dass nicht vorgesehene Datenträger eingesetzt werden müssen, um Datenverlust zu vermeiden,
  • falsche Kennzeichnung der Datenträger oder
  • unzureichende Kenntnisse über den Einsatzbereich des Datenträgers.

Der Einsatz ungeeigneter Datenträger kann zu einem Datenverlust führen, der auch erst nach einer längeren Speicherdauer auftreten kann.

Beispiel:

Bei der routinemäßigen Beschaffung neuer Datenträger für ein Archivsystem werden anstatt einmalbeschreibbarer WORM-Medien (Write Once Read Multiple) fälschlicherweise wiederbeschreibbare Medien bestellt und geliefert. In Folge der Verwechslung werden Archivdaten überschrieben. Da die Speicherung der ursprünglichen Daten sehr lange zurückliegt, sind keine Kopien der Originaldaten mehr vorhanden. Dadurch sind die ursprünglich gespeicherten Dokumente unwiederbringlich verloren, da diese nur noch elektronisch archiviert wurden.

Stand: Stand 2005

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