Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 3.30 Unerlaubte private Nutzung des dienstlichen Telearbeitsrechners

Im häuslichen Bereich ist es einfacher, den dienstlichen Telearbeitsrechner privat zu nutzen, weil Kontrollen durch den Arbeitgeber nur bedingt möglich sind. Es besteht die Gefahr, dass nicht geprüfte und freigegebene Software eingesetzt wird und durch unbedachtes Handeln Computer-Viren und andere Schadsoftware auf den Telearbeitsrechner gelangen. Dadurch könnten beispielsweise vertrauliche Daten kompromittiert werden. Diese unsachgemäße Nutzung des Telearbeitsrechners kann nicht nur durch den Telearbeiter selbst, sondern auch durch Angehörige oder Besucher erfolgen. Insbesondere Kinder und Jugendliche können versucht sein, den Telearbeitsrechner zu Spielzwecken zu verwenden, teilweise sogar, ohne dass der Telearbeiter davon Kenntnis hat. Mögliche Schäden sind beispielsweise: gelöschte Festplatten mit Totalverlust der Daten, Reinstallationskosten oder Nacherfassungsarbeiten.

Ebenso besteht die Möglichkeit über den Telearbeitsplatzrechner auf die vielfältigen Ressourcen des LAN s der Institution zuzugreifen. Wenn Unbefugte den Telearbeitsrechner nutzen, könnten dadurch auch im LAN angebotene Dienste wie beispielsweise Fax-Gateway, Internet-Anbindung usw. missbraucht werden. Außerdem besteht dabei immer auch das Risiko des Daten- und Programmdiebstahls.

Stand: 10. EL Stand 2008