Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 2.211 Auswahl eines ungeeigneten Vorgehensmodells zur Software-Entwicklung

Vorgehensmodelle strukturieren und planen den Projektablauf, indem bestimmte Handlungsschritte und deren Abfolge vorgegeben werden. Wird ein ungeeignetes Ablaufmodell für die Vorgehensweise bei der Software-Entwicklung ausgewählt, kann der Projektverlauf erheblich beeinflusst werden. Je nach Ausprägung des gewählten Modells und Umfang des Projekts werden entweder wichtige Aspekte vernachlässigt oder es werden irrelevante Aspekte übermäßig fokussiert. Beide genannten Probleme erhöhen den Arbeitsaufwand im Projektmanagement und schränken die produktive Arbeit ein.

Ist das gewählte Vorgehensmodell zu starr, können nachträgliche Änderungen nur mit sehr hohem Aufwand eingebracht werden, da sie bei der vorherigen Planung nicht berücksichtigt wurden.

Bei einem zu flexiblen Modell kann der Ablauf der Software-Entwicklung durch übermäßig viele Iterationen verzögert werden, die durch eine nicht ausreichend detaillierte Vorplanung oder durch wiederholte Änderungswünsche entstehen.

Ebenso kann der Personalaufwand zur Realisierung eines Projekts falsch eingeschätzt werden, wenn hierbei ein ungeeignetes Vorgehensmodell zugrunde gelegt wird.

Beispiel:

  • Das Wasserfallmodell beschreibt einen linearen Ablauf der Software-Entwicklung und sieht nach Abschluss einer Phase keine weitere Iteration dieser Phase vor. Wird die Vorgehensweise nach dem Wasserfallmodell streng eingehalten, können beispielsweise in der Implementierungsphase keine nachträglich geänderten Anforderungen mehr berücksichtigt werden, die zur Verbesserung der Sicherheit sinnvoll wären.

Stand: 15. EL Stand 2016

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