Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 2.12 Unzureichende Dokumentation der Verkabelung

Ist aufgrund unzureichender Dokumentation die genaue Lage von Leitungen nicht bekannt, so kann es bei Bauarbeiten außerhalb oder innerhalb eines Gebäudes zu Beschädigungen von Leitungen kommen. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle Kabel und Leitungen in den Installationszonen gemäß DIN 18015-3 "Elektrische Anlagen in Wohngebäuden - Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel" oder ähnlicher Normen installiert sind. Insbesondere durch Betonleerverrohrung oder Verkabelung während des Betonbaus können sich systembedingt Veränderungen der Lage der Verkabelung während des Betonierens ergeben. Auch die Bauweise mit Gipskarton-Ständerwänden führt häufig zu einer unkoordinierten Verkabelung. Wenn Kabel und Leitungen in Böden oder Decken verlegt sind, kann eine geometrische oder eine direkte Leitungsführung gewählt worden sein. Auch zufällige Anordnungen sind möglich, so dass bei Böden und Decken keine Rückschlüsse über Leitungsführungen an Hand von sichtbaren Betriebsmitteln (Leuchten, Schalter, Tanks etc. ) möglich ist. Bei Ausfall durch Beschädigung von Leitungen kann es zu längeren Ausfallzeiten oder unter Umständen sogar zu lebensbedrohenden Gefahren, z. B. durch Stromschlag, kommen.

Eine unzureichende Dokumentation erschwert zudem die Prüfung, Wartung und Reparatur von Leitungen.

Stand: 9. EL Stand 2007

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