Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

G 1.3 Blitz

Der Blitz ist die wesentliche während eines Gewitters bestehende Gefährdung für ein Gebäude und die darin befindliche Informationstechnik. Blitze erreichen bei Spannungen von mehreren 100.000 Volt Ströme bis zu 200.000 Ampere. Diese enorme elektrische Energie wird innerhalb von 50-100 Mikrosekunden freigesetzt und abgebaut. Ein Blitz mit diesen Werten, der in einem Abstand von ca.km einschlägt, verursacht auf elektrischen Leitungen im Gebäude immer noch Spannungsspitzen, die zur Zerstörung empfindlicher elektronischer Geräte führen können. Diese indirekten Schäden nehmen mit abnehmender Entfernung zu.

Schlägt der Blitz direkt in ein Gebäude ein, werden durch die dynamische Energie des Blitzes Schäden hervorgerufen. Dies können Beschädigungen des Baukörpers (Dach und Fassade), Schäden durch auftretende Brände oder Überspannungsschäden an elektrischen Geräten sein.

Über das regional unterschiedliche Blitzschlagrisiko erteilen verschiedene kommerzielle Wetterdienste kostenpflichtige Auskünfte. Hierzu gehören in Deutschland unter anderem der Deutsche Wetterdienst (www.dwd.de) oder der Blitz-Informations-Dienst von Siemens (BLIDS, www.blids.de).

Beispiele:

  • Auf einem deutschen Großflughafen schlug ein Blitz in unmittelbarer Nähe neben dem Tower ein. Trotz der installierten äußeren Blitzschutzanlage (Blitzableiter) wurde die automatische Löschanlage im IT -Bereich ausgelöst und dadurch der gesamte Flughafenbetrieb für 2 Stunden lahmgelegt.
  • Neben direkten Schäden haben Blitzschläge auch oft weitreichendere Folgen. Häufig finden sich Meldungen wie diese: Im April 1999 führte ein Blitzeinschlag in eine Hochspannungsleitung im Raum Darmstadt zu einem kurzzeitigen Stromausfall, von dem ca. 80.000 Personen betroffen waren.

Stand: 9. EL Stand 2007

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