Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Digitale Gesellschaft: smart & sicher (SuSi)

Die Digitalisierung steht für schnell fortschreitende, technische Innovationen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Thema der Informationssicherheit verknüpft sind: Technische Entwicklungen, etwa im Bereich der Automobilindustrie oder im Internet of Things werfen die Frage auf, wie sicher solche Systeme vor externer Einflussnahme sind. Auf politischer Ebene wird der Umgang mit anfallenden Daten und der Schutz kritischer Infrastrukturen thematisiert. Welche Folgen die Dominanz informationstechnischer Systeme in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklungen haben wird, ist nur schwer abzuschätzen. Zudem eröffnet die Digitalisierung neue Perspektiven auf gesamtgesellschaftliche Herausforderungen wie den demographischen Wandel und wirft gleichzeitig die übergeordnete Frage auf, wie Informationstechnik und der Umgang mit teils hochsensiblen Daten die reale Lebenswelt verändern.

"Digitale Gesellschaft: smart & sicher" (SuSi) ist ein durch das BSI initiiertes und beauftragtes Projekt, welches von einem Konsortium aus dem nexus Institut und dem Digitale Gesellschaft e. V. zusammen mit ipsos GmbH und Dr. Ben Wagner (Europa-Universität Viadrina) als Unterauftragnehmer durchgeführt wird. Das Projekt startete im September 2016 und hat eine Laufzeit von 18 Monaten.

Anknüpfend an die erfolgreiche Denkwerkstatt Sichere Informationsgesellschaft 2016 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, das Thema Cyber-Sicherheit in der Gesellschaft mit einem breiten Spektrum an Akteuren – vor allem mit Vertretern aus der Zivilgesellschaft – gemeinsam zu diskutieren, Handlungsbedarfe zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Der dabei verfolgte Multi-Stakeholder-Ansatz spiegelt den notwendigen gesamtgesellschaftlichen Diskurs wider. Der gewählte Ansatz ist elementar um die Pluralität der Perspektiven auf das komplexe Thema Cyber-Sicherheit möglichst realitätsnah abzubilden. In diesem Rahmen werden unter anderem Experten-Workshops und empirische Erhebungen durchgeführt um Erkenntnisse partizipativ und wissenschaftlich fundiert zu gewinnen.

Innerhalb des Themas "Cyber-Sicherheit" ist die Analyse unterschiedlicher Aspekte vorgesehen, wie etwa der Sicherheitskultur in der Gesellschaft, der Verantwortungsteilung und Erwartungshaltung bei IT-Sicherheit oder dem Einfluss von Vertrauen. Hierbei ist auch eine Veröffentlichung geplant, die den entsprechenden Status Quo beschreibt und einen handlungsleitenden Ausblick gibt.

Anfang Februar 2017 befassten sich im Rahmen des Projektes die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Denkwerkstatt mit Bedingungen der sicheren digitalen Gesellschaft und identifizierten Fragestellungen für die anstehenden empirischen Erhebungen. Die Ergebnisse dieser Erhebungen wurden Ende Juni 2017 auf einer dritten Denkwerkstatt vorgestellt und diskutiert. Anschließend formulierten die Beteiligten inhaltliche Impulse für die weitere Ausgestaltung einer sicheren Informationsgesellschaft.

Die Ergebnisse der Erhebungen und die gemeinsam herausgearbeiteten Impulse wurden am 7. September 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

An dieser Stelle werden wir weiter über den Fortgang des Projektes und dessen Ergebnisse informieren.

Projektbeschreibung Digitale Gesellschaft: smart & sicher (SuSi) (PDF, 168KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)