Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Projekt "Institutionalisierung des gesellschaftlichen Dialogs“

Die Digitalisierung steht für schnell fortschreitende, technische Innovationen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Thema der Informationssicherheit verknüpft sind: Technische Entwicklungen, etwa im Bereich der Automobilindustrie oder im Internet of Things, werfen die Frage auf, wie sicher solche Systeme vor externer Einflussnahme sind. Zudem gewinnen der Umgang mit großen Datenmengen und der Schutz Kritischer Infrastrukturen als zentrale Handlungsfelder an Bedeutung. Welche Folgen die Dominanz informationstechnischer Systeme in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklungen haben wird, ist nur schwer abzuschätzen. Zudem eröffnet die Digitalisierung neue Perspektiven auf gesamtgesellschaftliche Herausforderungen wie den demographischen Wandel und wirft gleichzeitig die übergeordnete Frage auf, wie Informationstechnik und der Umgang mit teils hochsensiblen Daten die Lebenswelten verändern.

„Institutionalisierung des gesellschaftlichen Dialogs“ ist ein durch das BSI initiiertes und beauftragtes Projekt, das von einem Konsortium aus dem nexus Institut und dem Digitale Gesellschaft e. V. zusammen mit Dr. Ben Wagner (Europa-Universität Viadrina) als Unterauftragnehmer durchgeführt wird. Das Projekt startete im Januar 2018 und ist das Nachfolgeprojekt von "Digitale Gesellschaft: smart & sicher" (SuSi).

Anknüpfend an den erfolgreichen Abschluss von SuSi im September 2017 hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, den gesellschaftlichen Dialog zum Thema Cyber-Sicherheit mit Akteurinnen und Akteuren aus Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und besonders der Zivilgesellschaft zu institutionalisieren.

Vor diesem Hintergrund wurde im April 2018 eine Denkwerkstatt durchgeführt. Im Rahmen von vertiefenden Workshops werden im Juni 2018 die Ziele sowie Strategien zur Fortführung und Institutionalisierung des Dialogs gemeinschaftlich entwickelt. Entsprechend dem Vorgängerprojekt wird dabei ein Multi-Stakeholder-Ansatz verfolgt, der den notwendigen gesamtgesellschaftlichen Diskurs widerspiegelt.

Ein partizipativer Ansatz soll den Akteurinnen und Akteuren die Möglichkeit geben, die Form der Institutionalisierung ihres Dialogs selbst zu gestalten und in weiteren Schritten zu verstetigen.

Thematisch baut das Projekt auf den im Rahmen von SuSi analysierten Schwerpunkten zum Themenkomplex Cyber-Sicherheit auf. Dazu zählen die gemeinsam erarbeiteten "Impulse für eine smarte und sichere digitale Gesellschaft", als Ergebnis der Diskussionen der Denkwerkstätten aus dem Februar und Juni 2017 sowie den Erkenntnissen aus den sozialwissenschaftlichen Untersuchungen.

An dieser Stelle werden wir weiter über den Fortgang des Projektes und dessen Ergebnisse informieren.

Projekt "Institutionalisierung des gesellschaftlichen Dialogs“