Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

"Evaluierung biometrischer Systeme Fingerabdrucktechnologien – BioFinger"

Fingerabdrücke werden nun seit mehr als hundert Jahren verwendet, um die Identität von Personen zu verifizieren. Diese Technik – Daktyloskopie genannt – fand in Europa hauptsächlich in der Kriminalistik Verwendung. Gerade die Folgen, die eine daktyloskopische Verifikation im kriminalistischen Kontext haben kann – sie kann für Schuld- oder Freispruch entscheidend sein – zeigen, welche Bedeutung dem Fingerabdruck zu kommt.

Die moderne Informationstechnologie hat sich die Eigenschaften der Fingerabdrücke (Einmaligkeit, Unveränderlichkeit etc.) zu Nutze gemacht, um dort, wo bestimmte Aktionen nur vorab legitimierten Personen gewährt werden sollen, nahezu zweifelsfrei die Identität der agierenden Person bestimmen zu können. Diese Technik ist längst den Kinderschuhen entwachsen und bietet sich auch an, um im Bereich hoheitlicher Anwendungen verwendet zu werden, und zwar dort, wo die Verifikation von Personen zur Sicherheit des Staates erforderlich ist. Ob und in welchem Maße dies mit verfügbaren Komponenten möglich ist, soll die Projektreihe BioFinger beantworten.

Das Projekt BioFinger I wurde vom BSI initiiert und finanziert. Das Fraunhofer Institut Graphische Datenverarbeitung (IGD) führte das Projekt in der Zeit von Dezember 2002 bis Mai 2004 nach Maßgaben durch, die das BSI in Kooperation mit dem Bundeskriminalamt (BKA) erstellte.

Hintergrund für dieses Projekt war die mögliche Integration von Fingerabdrücken in deutsche Personaldokumente mit dem Ziel, die Verifikation der Ausweisinhaber zu verbessern. Demzufolge war das Verifikationsszenario Grundlage des Projektes, d. h. die Überprüfung der vorgegebenen Identität der Person (1:1 Vergleich). Dazu wurden mit 11 Scannern verschiedenster Technologien Fingerabdrücke aufgenommen und mit 7 Algorithmen verschiedener Hersteller ausgewertet. Zusätzliche Fingerabdrücke aus den Beständen des BKA ermöglichten die Untersuchungen bzgl. Fingerabdrücke, die nicht zeitnah aufgenommen wurden.

Den Abschluss des Projekts bildet der vorliegende Bericht

"Evaluierung biometrischer Systeme Fingerabdrucktechnologien – BioFinger" (PDF ca. 2,8MB)
(englische Version) "Evaluation of Fingerprint Recognition Technologies – BioFinger" (PDF 5,65 MB)

Sie liefert Antworten u. a. auf die folgenden Fragen.

  • Welche Erkennungsleistung ist mittels Fingerabdruck mit heute verfügbaren Scannern und Algorithmen zu erzielen?
  • Welchen Einfluss auf die Erkennungsleistung haben die Scanner, welchen die Algorithmen?
  • Wie wirkt es sich aus, wenn die Aufnahme des Referenz-Fingerabdruck ein Alter von 10 Jahre erreicht?

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