Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Cyber-Angriff auf Bauunternehmen in Frankreich

Ort Bonn
Datum 02.11.2018

Medien berichten aktuell über einen Cyber-Angriff auf ein französisches Bauunternehmen, bei dem Informationen abgeflossen sind, die die nationale Sicherheit Frankreichs betreffen und die unter anderem auf einem Server in Deutschland sichergestellt wurden.

Hierzu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm:

"Der Diebstahl sensibler, teilweise als die nationale Sicherheit gefährdend eingestufter Daten ist ein gravierender Eingriff in die Sicherheit eines Staates. Das Cyber-Abwehrzentrum im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat sich bereits im Sommer 2018 mit diesem Vorfall befasst. In enger Zusammenarbeit mit unseren französischen Partnern sowie auch den deutschen Strafverfolgungsbehörden analysieren wir den Vorfall, leisten Amtshilfe und unterstützen bei der Aufklärung des Sachverhalts. Der Vorfall hat erneut gezeigt, dass sensible Daten bei privaten Betreibern oftmals unzureichend gesichert sind. Insbesondere bei Unternehmen, die im staatlichem Auftrag handeln oder sensible Informationen verarbeiten, ist es erforderlich, angemessene IT-Sicherheitsmaßnahmen nach dem Stand der Technik umzusetzen. Schon im aktuellen Lagebericht des BSI haben wir auf die hohe Dynamik der Angreifer bei der Weiterentwicklung von Schadprogrammen und Angriffswegen hingewiesen, die zusammen mit der fortschreitenden Digitalisierung zu einer neuen Qualität der Gefährdung geführt hat. Auf Seiten der Anwender erfordert dies umso mehr hohe Aufmerksamkeit und Flexibilität zur Gewährleistung der Informationssicherheit. Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde unterstützen wir die Wirtschaft dabei, präventive Maßnahmen für mehr Cyber-Sicherheit umzusetzen und sich auch für den Fall eines Cyber-Angriffs besser aufzustellen."

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