Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Sicherheitslücken in Herzschrittmachern: Keine Digitalisierung ohne Cyber-Sicherheit

Ort Bonn
Datum 01.09.2017

Im Zusammenhang mit Medienberichten zu Sicherheitslücken in Herzschrittmachern erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm:

"Der aktuelle Fall der Sicherheitslücken in Herzschrittmachern zeigt, wie weit die Vernetzung und Digitalisierung auch in intimste Bereiche des Lebens fortgeschritten ist und welche Risiken damit verbunden sind – auch für Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger. Ein Herzschrittmacher soll Leben retten, nicht gefährden. Im konkreten Fall mag ein Angriff nur sehr aufwändig durchzuführen sein, dennoch wird deutlich, dass die Digitalisierung nur erfolgreich sein kann, wenn gleichzeitig IT- und Cyber-Sicherheit gewährleistet sind. Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde hat das BSI eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die Digitalisierung sicher zu gestalten. Dazu gehört auch, die Prinzipien des "Security by Default" und des "Security by Design" zu fordern und zu fördern, damit IT-Produkte zukünftig mit einem hinreichenden Maß an IT-Sicherheit auf den Markt kommen. Deshalb erarbeitet das BSI derzeit ein IT-Gütesiegel, wie es auch in der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung angelegt ist."

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