Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

BSI-Stellungnahme zu den Medienberichten über Cyber-Angriffe auf politische Stiftungen

Datum 27.04.2017

Einige Medien berichten aktuell über Cyber-Angriffe auf die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wertet aktuelle Angriffskampagnen verschiedener Tätergruppen unter technischen Gesichtspunkten aus. Mit der Kampagne APT28 befasst sich das BSI darüber hinaus seit längerem auch gemeinsam mit den weiteren beteiligten Sicherheitsbehörden im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum.

Hierzu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm:

"Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schon seit längerem über die Cyber-Angriffe auf die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) informiert und in die technische Analyse eingebunden. Cyber-Spionage ist ein verbreitetes Phänomen. Eine Herausforderung bei der Bewertung solcher Vorfälle ist, dass Angriffe zur Informationsgewinnung zunächst nicht unbedingt von Angriffen unterschieden werden können, die die Beeinflussung der öffentlichen Meinung bezwecken. Das BSI setzt sich weiterhin dafür ein, die Widerstandsfähigkeit Deutschlands gegen Cyber-Gefahren zu erhöhen und hat daher entsprechende Beratungs- und Lösungsangebote für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Auch mit der KAS und der FES arbeiten wir eng und vertrauensvoll zusammen und unterstützen diese in Fragen der IT-Sicherheit."