Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Kurzprofil des BSI

Stand: 1. November 2018

Digitalisierung sicher gestalten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als die nationale Cyber-Sicherheitsbehörde gestaltet Informationssicherheit in der Digitalisierung durch Prävention, Detektion und Reaktion für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

Informationssicherheit ist die Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung, denn diese kann nur gelingen, wenn Anwender Vertrauen in neue Technologien entwickeln und diese zu ihrem Nutzen sicher einsetzen können. Seit seiner Gründung 1991 hat sich das BSI zu einem Kompetenzzentrum für Fragen der IT-Sicherheit entwickelt, dessen fachliche Expertise national und international anerkannt ist. Der Dreiklang der Digitalisierung, der zunehmenden Vernetzung und der extrem hohen Innovationsgeschwindigkeit macht es umso wichtiger, dass es für das Thema Informationssicherheit mit dem BSI einen zentralen Ansprechpartner gibt. Aufgrund seiner technisch tiefgehenden und in einer Behörde gebündelten IT-Sicherheitsexpertise bietet das BSI eine integrierte Wertschöpfungskette der Cyber-Sicherheit, von der Staat, Wirtschaft und Gesellschaft unmittelbar profitieren. Das Spektrum reicht dabei von der Abwehr von Cyber-Angriffen über Beratungsdienstleistungen, die Entwicklung sicherheitstechnischer Empfehlungen, Best Practices und Standards bis hin zur Zertifizierung.

So bringt sich das BSI aktiv in die großen Digitalisierungsprojekte unserer Zeit ein. Diese sind nur dann ein Gewinn für alle, wenn ein angemessenes Sicherheitsniveau gewährleistet ist. Das BSI leistet seinen Beitrag zum Gelingen der Energiewende durch die Erarbeitung von Sicherheitskriterien für intelligente Stromzähler und unterstützt bei der Absicherung einer digitalisierten Verkehrsinfrastruktur, in der beispielsweise autonomes Fahren möglich wird. Das BSI hat die wesentlichen Sicherheitsanker der elektronischen Gesundheitskarte mitgestaltet und zertifiziert sowie Anforderungen zur Absicherung von Cloud-Infrastrukturen aufgestellt. Dabei profitiert das BSI von seinem Know-how als nationaler Kompetenzträger auf dem Gebiet der Kryptografie, der Empfehlungen und technische Richtlinien zu kryptografischen Verfahren erstellt und an der Entwicklung internationaler Kryptostandards beteiligt ist.

Eine Kernaufgabe des BSI ist der Schutz der Regierungsnetze. Einrichtungen in Bund, Ländern und anderen Verwaltungssegmenten profitieren zudem vom modernisierten IT-Grundschutz des BSI, von Mindeststandards und Angeboten im Bereich der IT-Sicherheitsberatung, Zertifizierung und Zulassung sowie von der Unterstützung bei IT-Sicherheitsvorfällen durch das CERT-Bund, durch die mobilen Einsatzteams (MIRT) oder das Nationale Cyber-Abwehrzentrum.

Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) profitieren von der Zusammenarbeit mit dem BSI im Kontext des 2015 in Kraft getretenen IT-Sicherheitsgesetzes sowie von der Mitarbeit im UP KRITIS, einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen KRITIS-Betreibern, Verbänden und staatlichen Stellen zur Erhöhung der IT-Sicherheit in Deutschland.

Mit der 2012 gegründeten Allianz für Cyber-Sicherheit verfolgt das BSI das Ziel, die Widerstandsfähigkeit des Standortes Deutschland gegenüber Cyber-Angriffen zu stärken. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen profitieren vom fachlichen Austausch mit anderen Unternehmen und von der Bereitstellung praxisorientierter IT-Sicherheitsempfehlungen. Die Allianz für Cyber-Sicherheit ist ein Erfolgsmodell, derzeit gehören ihr rund 3.000 Institutionen an.

Privatanwender profitieren von praxisgerechten und für Laien verständlichen Informationen und Handlungsempfehlungen für mehr Sicherheit im Internet, die das BSI auf seiner Webseite www.bsi-fuer-buerger.de oder per Hotline unter 0800-2741000 bereitstellt. In Umsetzung der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung entwickelt das BSI zudem derzeit ein Gütesiegel, um künftig den Verbrauchern eine Einschätzung zur Cyber-Sicherheit von IT-Produkten und -Services zu erleichtern.

In ihrem Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung 2018 neue Aufgaben und Befugnisse für das BSI skizziert. Das BSI wird als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde weiter ausgebaut und als unabhängige und neutrale Beratungsstelle in Fragen der IT-Sicherheit für Bund, Länder und Kommunen, für Unternehmen sowie für Bürger gestärkt. So erhält das BSI zusätzliche Aufgaben im Bereich des digitalen Verbraucherschutzes und wird auch als zentrale Zertifizierungs- und Standardisierungsstelle mehr Verantwortung übernehmen.

Zahlen, Daten, Fakten

Gründung des BSI: 1. Januar 1991
Amtssitz: Godesberger Allee 185-189, 53175 Bonn
Stellenzahl: 939,7 (Stand 2018)
Budget/Haushalt: 117,9 Millionen Euro (2018)
Präsident: Arne Schönbohm (seit 2016)
Vizepräsident: Dr. Gerhard Schabhüser (seit 2017)

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